Farbenfrohe Fahrzeuge nach Enkelvorschlägen
Anforderungen
Möglichst lange Strecken mit Steigungen von 28 Promille (Gotthard) und von 50 Promille (SOB). Damit ergibts sich, dass die Anlage in die Höhe gebaut werden soll und eine relativ kleine Bodenfläche benötigt wird. Zugleich werden vorbildgerechte Züge nicht sehr lange: 2 Re 4/4 II zusammen ziehen im Original maximal 4 Güterwagen die SOB hinauf.
Einfachste Verdrahtung
Einfachste kindertaugliche Bedienung für Weichen und Lokomotiven
Die Anlage sowie die Fahrzeuge sollen robust, aber doch detailgetreu gebaut werden.
Anlagenbau
Die Gleise und die meisten Brücken sind begehbar, damit ist das Gleis gleichzeitig auch der Bau-Fussweg. Eine Oberleitung wurde ausgeschlossen.
Stabiler Lattenunterbau, Holzplatten für Fahrwege, Karton und Gips gibt Felswände. Die Häuser aus Holz wurden von den Enkeln gebaut.
Wagen- und Lokbau
Sämtlich Fahrzeuge werden selber gebaut. Jedes Original wird ausgemessen und fotografiert. Alle Fahrzeuge werden genau im Massstab 1:45 nachgebaut. Jedoch bestimmen neu die Enkel die farbliche Gestaltung der Fahrzeuge. Diese Fahrzeuge werden mit dem Enkelnamen beschriftet.
Gekauft werden die Motoren, die Zahnräder, die Kugellager und Messingblech. Und dann wird gebaut. Pflicht ist, dass jede Lokomotive mindestens eine zweite stromlose Lokomotive den Berg hinaufziehen kann. Damit müssen die Lokomotiven zugkräftig sein, aber auch gleichzeitig ohne viel Kraftaufwand gezogen werden können.
Gleisebau
Das Schienenprofil wurde gekauft. Holzschwellen entstehen aus Buchenholz aus dem Wald. Sie werden auf ein Holzbrettli geklebt. Damit der Gleisbau nicht zu langweilig wird, war die Zielsetzung, möglichst unterschiedliche Weichen zu bauen.
Sämtliche Brücken stehen im Original irgendwo in der Schweiz und wurden massstäblich aus einfachen Materialien nachgebaut. So wurden z.B. das Mittelteil des SOB-Viaduktes aus 300 Meter Holzleisten zusammengeleimt, die aus 3 Stück 1 Meter langen Buchenschiitli aus dem Wald hergestellt wurden.
Steuerung von Weichen + Signalen
Die beiden Anlagepulte sind klein, übersichtlich und kindertauglich.
Jedes Gleis hat eine 2 stellige Gleisnummer. An einer kleinen Tastatur kann die Abgangsnummer und die Nummer des Zieles eingegeben werden. Der Rechner überprüft die Fahrstrasse und stellt alle notwendigen Weichen und Signale.
Es sind 2 Tastaturen vorhanden: eine steuert den Endbahnhof und die andere den Rest der Anlage.
Einstellbar sind über 1000 Fahrstrassen. Ein alter ATARI-PC sucht die einzige Fahrmöglichkeit heraus oder er bestimmt eine Vorzugsroute. Die Weichen und Signale werden dann vom Rechner gestellt. Die Signale und die angezeigten Signalbegriffe entsprechen dem SBB Reglement.
Steuerung der Lokomotiven
2 Intelliboxen sind im Einsatz und jede Lok besitzt einen Decoder. Damit können gleichzeitig mehrere Züge auf der gesamten Anlagen einzeln gesteuert werden.
Kehrschleifen
Die vorhandenen 5 Kehrschleifen werden vollautomatisch gesteuert.
Betrieb
Grundsätzlich besteht Wagenladungsverkehr. Dank automatischen Kupplungen und vielen Entkupplern kann beliebig rangiert werden.
Die Wagen können frei zu einem Zug zusammenrangiert werden und je nach Zuglänge werden eine oder mehrere Lokomotiven eingesetzt. Die 2. Lokomotive kann innerhalb des Zuges, vorne oder am Schluss eingesetzt werden.
Dank der 2 Stellpulte können eine oder auch mehrere Personen die Anlage bedienen.
Aktuelle Projekte
Damit die Gleise eingeschottert werden können, wird ein funktionsfähiger Schotterwagen gebaut. Viele Lokomotiven aus den 50er und 60er Jahren habe ich bereits gebaut. Die noch fehlende, für die damalige Zeit wichtige Gotthardlokomotive Ae 6/6 habe ich in Arbeit..